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Integration durch Kooperation auf lokaler Ebene

Zusammenarbeit der Arbeitsagenturen mit den Jugendmigrationsdiensten

Eine neue Vereinbarung fördert die Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Arbeitsagenturen und den Jugendmigrationsdiensten und verbessert so die Integration von jungen Migrantinnen und Migranten.

Das bundesweite Beratungs- und Informationsnetzwerk "IQ - Integration durch Qualifizierung" nimmt zum 1.1.2005 seine Arbeit auf - basierend auf einer Vereinbarung vom Dezember 2004 zwischen dem Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit  und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Es erweitert die bisher geleistete Eingliederungsarbeit, die durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wurde.

Das Netzwerk richtet sich insbesondere an erwachsene Personen mit Migrationshintergrund, die von Arbeitslosigkeit bedroht oder bereits arbeitslos sind und sich nicht in der beruflichen Erstausbildung befinden. Es wird über EQUAL II gefördert.

Ziel des Netzwerkes ist, über bestehende Förder- und Qualifizierungsangebote zu informieren, um vorhandene Beratungs- und Informationsdefizite bei den Betroffenen abzubauen.
Maßnahmen zur Verbesserung der berufsbezogenen Sprachkompetenz sowie zur Erschließung des Qualifizierungspotenzials von Personen mit Migrationshintergrund treten ergänzend zum Gesamtprogramm dazu.
IQ ergänzt die bereits vorhandenen Jugendmigrationsdienste, die bereits auf der Basis gemeinsamer Grundsätze und einer Rahmenkonzeption im Sinne eines Gesamtintegrationskonzeptes arbeiten (s. linker blauer Kasten).


Was leisten Jugendmigrationsdienste?

  • Vermeidung von Benachteiligungen aufgrund der Herkunft
  • Verwirklichung des Rechts aller jungen Menschen mit Migrationshintergrund auf umfassende Teilhabe und Chancengleichheit in allen gesellschaftlichen Bereichen
  • Kooperation mit Diensten und Einrichtungen für junge Zuwanderinnen und Zuwanderer
  • Anlauf-, Koordinierungs- und Vermittlungsfunktion
  • Individuelle Begleitung und Beratung auf der Basis eines individuellen Integrationsplan, der unter anderem eine Berufswegeplanung enthält
  • Empfehlung von sinnvollen und passgenauen Angeboten (z.B. Besuch von Sprachkursen, Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildung, Praktika)

Zielgruppe:

  • Primär: Neu zugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene mit Daueraufenthaltsperspektive im nicht mehr vollzeitschulpflichtigen Alter bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres
  • Sekundär: Junge Menschen von 12 bis 27 Jahren mit Migrationshintergrund mit dem Ziel, neben der Verbesserung der sprachlichen, schulischen und sozialen Integrationschancen insbesondere die berufliche Integration zu fördern


Zusammenarbeit und Kooperation:

Der individuelle Integrationsplanes funktioniert nur dann effektiv, wenn es eine abgestimmten Zusammenarbeit zwischen allen am Integrationsprozess beteiligten Personen und Institutionen gibt, allen voran die örtlichen Arbeitsagenturen mit ihren finanziellen und institutionellen Möglichkeiten bei der Suche nach:

  • einem Ausbildungsplatz,
  • einer Qualifizierungsmöglichkeit oder
  • einer Arbeitsstelle.


Jugendmigrationsdienste sollten aktiv in die sogenannten Jugendkonferenzen eingeladen werden. Diese finden auf der Grundlage des § 18 SGB II statt und entsprechen den Empfehlungen des Kompendiums "Aktive Arbeitsmarktpolitik nach dem SGB II".

Quellen:
Jugendsozialarbeit News Nr. 181 vom 24.01.2005

Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) vom 17.01.2005 an die Bundesagentur für Arbeit

BMFSFJ- Homepage: Kinder und Jugend - Integration

Letzte Änderung: 05/23/2011 eMail-direkt »       Seite empfehlen »

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Erstellt am: 25.01.2005 Kommentare hinzufügen »